Fend hält zudem die in Hamburg angestrebte Einführung eines Zwei-Wege-Modells aus Stadtteilschulen und Gymnasien offenbar für sinnvoll: „Die Zersplitterung der Bildungsgänge in verschiedene Schulformen oder die Ausgrenzung von Hauptschulen in Großstädten lassen es sinnvoll erscheinen, dort eine Zweigliedrigkeit ins Auge zu fassen. (...) Ein zweigliedriges System könnte eine neue Übersichtlichkeit schaffen, die Eltern bei ihren Entscheidungen hilft.“ Entscheidend ist nach Auffassung von Fend, dass die Durchlässigkeit und die Anschlussmöglichkeiten nach Klasse 9 oder 10 gegeben sind. Heinemann: „Dadurch, dass die Stadtteilschule in Hamburg bis zum Abitur führen wird, ist diese Bedingung mehr als erfüllt.“
Heinemann äußert sich bei dieser Gelegenheit auch zur Warnung des Verbandes Hamburger Schulleitungen (VHS) vor einer zu schnellen Einführung der Stadtteilschulen: „Die Enquete-Kommission hat über den Zeitplan lange diskutiert. CDU und SPD sind gemeinsam zu dem Ergebnis gelangt, dass wir die Phase der Unsicherheit für Eltern und Schulen möglichst kurz halten müssen - die GAL plädierte sogar für einen Start zum 1. August 2008. Auf der anderen Seite ist jedoch sichergestellt, dass die Schulen neue Konzepte mit ausreichend Zeit und auf Basis der eigenen Erfahrungen und Kompetenzen entwickeln und umsetzen können. Daher wird sich die Phase der Einführung der Stadtteilschule auch über mehrere Jahre erstrecken.“
Heinemann verweist zudem darauf, dass manche der vom VHS aufgeworfenen Fragen bereits geklärt seien. Heinemann: „Wir haben zum Beispiel klar festgeschrieben, dass die Besoldung der Schulleitungen an Gymnasien und Stadtteilschulen künftig gleich sein wird. Dies steht so im Bericht der Enquete-Kommission, der an alle Schulleitungen versandt worden ist.“
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