Die vom Parteivorsitzenden Frank Schira angekündigte
Programmkommission und der Landesfachausschuss Bildung der CDU seien die
richtigen Orte, um darüber zu beraten. Darüber hinaus müsse die CDU
daran
arbeiten, bundesweit in der Bildungspolitik bei allen Unterschieden
zwischen
Stadt und Land wieder einheitlicher aufzutreten.
Heinemann: „Die CDU muss die Partei sein, die in der
Schulpolitik auf
-
Leistung,
- auf die möglichst frühzeitige Förderung
Benachteiligter
- sowie auf Behutsamkeit, Kontinuität und
Pragmatismus setzt.
Wir wollen, dass der Staat die Ziele definiert und ihre
Erreichung kontrolliert – dass Schulen und Lehrer aber einen
größtmöglichen
Freiraum auf ihrem Weg dorthin haben. Diese Politik hat u.a. dazu
geführt, dass
wir in vier Jahren den Anteil der Schulabbrecher von 11,5 auf 8,2
Prozent
senken konnten.“
In den verbleibenden gut anderthalb Jahren der laufenden
Legislaturperiode sollte sich die CDU nach Heinemanns Ansicht im Rahmen
des
Koalitionsvertrages auf folgende Punkte konzentrieren:
-
Umsetzung der Beschlüsse der Enquete-Kommission und Einführung des
Zwei-Säulen-Systems aus Stadtteilschule und Gymnasium. Dabei ist die
Stadtteilschule, die in der Diskussion bislang zu kurz gekommen ist,
deutlich
zu stärken, als klare Alternative zum teilweise kritisierten G8 zu
positionieren und wenn möglich als Langformschule (Klassen 1 bis 11 bzw.
13) zu
führen.
- Nutzung der geschaffenen Instrumente (Schulinspektion,
Vergleichsarbeiten,...)
für einen pragmatischen und kontinuierlichen Verbesserungsprozess in den
Schulen.
- Qualitativer und quantitativer Ausbau der Frühförderung
sowie die
Einführung
erster „Bildungshäuser“ (Verzahnung von Kita und Grundschule). Dafür
sollten
zusätzliche Gelder bereitgestellt werden, die jetzt nicht mehr für die
Einführung der Primarschule benötigt werden.
- Vereinfachung und
Unterstützung des Übergangs von der
Berufsausbildung in die
Hochschulen.
- Nachfrageorientiertes Programm zum Ausbau von
Ganztagsschulen mit
Vorrang für
Grundschulen und Stadtteilschulen.
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