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Schulsenator Rabe hat heute eingeräumt, sein Versprechen von "kostenloser
Nachhilfe für alle Schüler" (Quelle: Welt, 17.04.2011) nicht
einhalten zu können. Nach den heute vorgestellten Zahlen profitieren nur 5,4
Prozent der Schülerinnen und Schüler von dem Nachhilfeangebot. Eine Studie der
Bertelsmann-Stiftung hatte 2010 jedoch festgestellt, dass in Hamburg 19 Prozent
der Schüler eines Jahrgangs Nachhilfe in Anspruch nehmen.
Der schulpolitische Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion, Robert Heinemann: „Rabe hat schnell
festgestellt, dass er sein Versprechen nicht bezahlen kann und die
Zugangsbedingungen entsprechend verschärft. Jetzt bekommen nur die Schüler
Nachhilfe, die in einem Fach bereits auf 5 stehen. Alle anderen gehen leer
aus."
Heinemann kritisiert zudem, dass der größte Teil des Nachhilfeunterrichts
(61 Prozent) ohne jede inhaltliche Koordinierung durch die jeweilige Schule
erfolgt: „Rabe setzt auf Honorarkräfte, obwohl deren Einsatz rechtlich
problematisch ist. Kürzlich hat er daher einen Mustervertrag vorgelegt, in dem
steht: 'Der Auftragnehmer ist insbesondere in der inhaltlichen Gestaltung seiner
Tätigkeit an keine besonderen Vorgaben gebunden.' Auf gut deutsch: die
Nachhilfe erfolgt ohne jede Koordination mit der Schule oder dem Fachlehrer.
Damit ist die Qualität der Nachhilfe in keiner Weise gewährleistet." |