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Donnerstag, 23. Februar 2012
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Der
Schulausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft hat heute auf Antrag der
CDU über den Schulentwicklungsplan beraten. An der öffentlichen Anhörung
beteiligten sich auch viele Bürger aus Altona und den Elbvororten, so
vom Gymnasium Allee, von der Max-Brauer-Schule, von der Stadtteilschule
Goosacker und vom Gymnasium Rissen.
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Der Altonaer
Wahlkreisabgeordnete und schulpolitische Sprecher der
CDU-Bürgerschaftsfraktion, Robert Heinemann: "Ich freue mich, dass wir
heute in einigen wichtigen Punkten Klarheit bekommen haben, auch wenn
uns die Ergebnisse vielfach nicht gefallen. Darüber hinaus haben wir
erreicht, dass der Schulsenator einigen erheblichen Widersprüchen in
seinem Schulentwicklungsplan noch einmal nachgehen will."
Die Ergebnisse im Einzelnen: -
Der
SPD-Schulsenator Ties Rabe bevorzugt mittelfristig die Neugründung
eines Gymnasiums in Altona anstatt eines Ausbaus z.B. des Gymnasiums
Allee.
- Es bleibt bei der Abschaffung des besonderen Anmeldeverfahrens, welches
insbesondere für die Max-Brauer-Schule von großer Bedeutung ist. Es wird
aber noch einmal geprüft, ob eine Dependance der Max-Brauer-Schule
geschaffen werden kann, um der großen Nachfrage gerecht zu werden.
- Die Stadtteilschule Goosacker wird nach Aussage des SPD-Schulsenators
bereits in Kürze mit den ersten Klassen an den früheren Standort des
Ernst-Schlee-Gymnasiums nach Groß Flottbek umziehen. Der Umzug soll
insgesamt aber mehrere Jahre dauern, bis dahin verteilt sich die Schule
über zwei Standorte. Heinemann: “Dies ist eine sehr unglückliche
Entscheidung. Die Entfernung ist viel zu groß, als dass Lehrer pendeln
könnten. Hier wird eine funktionierende Schule auseinandergerissen und
die schulische Arbeit massiv erschwert.”
- Offenbar bevorzugt der Schulsenator eindeutig den Standort Voßhagen für
die Rissener Zweigstelle der Stadtteilschule Blankenese. Er sicherte
allerdings jeder Schule eine “klare eigene Identität” zu. Heinemann
zitierte daraufhin aus dem aktuellen Gutachten von Schulbau Hamburg,
nach der die Schulen Fachräume und Freiflächen gemeinsam nutzen sollen.
Die ersten Planskizzen zeigen zudem, dass die Gebäude von
Stadtteilschule und Gymnasium nicht klar räumlich getrennt werden, so
dass eher ein Schulzentrum anstatt zweier eigenständiger Schulen
entstehen würde. Heinemann forderte den Senator auf, noch einmal über
die Verlagerung des Sportplatzes am Iserbarg und dessen Nutzung für die
Stadtteilschule nachzudenken.
- Heinemann hatte herausgefunden, dass der SPD-Senat sowohl in der
Planungsregion 6 (Nienstedten, Blankenese, Iserbrook, Sülldorf und
Rissen) als auch in der Planungsregion 7 (Bahrenfeld-West,
Othmarschen-West, Groß Flottbek und Osdorf (ohne Osdorfer Born)) künftig
weniger Grundschulklassen plant, obwohl die Schülerzahlen nach seinen
eigenen Angaben dort steigen werden. Auf intensive Nachfrage von
Heinemann versprach Schulsenator Rabe, die Zahlen in beiden Regionen
noch einmal zu überprüfen.
Auch eine Überraschung hatte der
Schulsenator noch für alle Anwesenden im überfüllten Kaisersaal des
Rathauses parat: Auf Nachfrage von Heinemann erklärte er, dass der
Schulentwicklungsplan nicht – wie im Entwurf zu lesen – bis 2022 gelten
soll, sondern nur bis 2017, da die Prognosen zu ungenau seien. Heinemann
kann dies nicht nachvollziehen: “In fünf Jahren werden gerade einmal
die meisten der notwendigen Schulneu- und umbauten fertig sein. Wenn man
nur bis zu diesem Zeitpunkt denkt, drohen teure Fehlentscheidungen.”
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