|
Und weshalb gibt der Schulsenator heute mal
wieder nur ausgewählte Daten heraus?
Robert Heinemann, schulpolitischer Sprecher
der CDU-Bürgerschaftsfraktion: „Die heute vorgestellten Zahlen der
Herbststatistik zeigen: Den CDU-geführten Senaten ist es gelungen, die
Abbrecherquote fast zu halbieren." Verließen im Jahr 2001 noch 12,5 Prozent der
Schulabgänger die Schule ohne Abschluss, waren es 2011 nur noch 7 Prozent.
Heinemann: „Jetzt muss Scholz zeigen,
dass er seine vollmundigen Versprechungen einhalten kann." Im Wahlprogramm 2011
der SPD ist es unmissverständlich formuliert: „Mit mehr Chancengleichheit und
besseren Bildungsangeboten wollen wir die Zahl der Schulabbrecherinnen und
Schulabbrecher halbieren." Schulsenator Ties Rabe war im Dezember 2011 im
Schulausschuss schon von diesem Wahlversprechen abgerückt. Er erklärte dort auf
Nachfrage von Heinemann, Quotenziele bei den Abbrecherzahlen seien "nicht
sinnvoll". Die Halbierung habe die SPD zudem "vor drei oder vier Jahren"
angekündigt, als die Zahl der Abbrecher noch deutlich höher gelegen habe -
offenbar in Unkenntnis des eigenen Wahlprogramms.
Heinemann kritisiert überdies scharf, dass Schulsenator Ties Rabe heute
einmal wieder nur ausgewählte Daten veröffentlicht hat: „Was verschweigt der
Schulsenator? Wie schon beim Schulentwicklungsplan muss man Rabe jede Zahl
mühsam einzeln aus der Nase ziehen, um dann leider große Widersprüche
festzustellen. Aber Zahlen sind für Rabe nach heutige Aussage ja ohnehin keine
Grundlage für Entscheidungen. Was dann?" |