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Samstag, 19. Mai 2012
Die Hälfte aller Schulbücher, die im Rahmen der Schulbuchausleihe zum Schuljahresbeginn ausgegeben wurden, ist neu. Dies ergibt sich aus der Antwort des Senats auf eine Große Anfrage der SPD-Fraktion.

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Robert Heinemann, schulpolitischer Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion: „Das Ergebnis ist deutlich besser, als ich es erwartet hatte. Wir sind stets davon ausgegangen, dass wir im ersten Jahr zu einem Drittel neue Schulbücher in den Schulen haben werden."
Aus der Antwort des Senats geht auch hervor, dass die Höchstgrenzen für die einzelnen Schulstufen eindeutig ausreichen: die Grundschulen erheben durchschnittlich 32,50 Euro pro Schüler (Höchstgrenze 50 Euro), in der Sekundarstufe I werden je nach Schulform durchschnittlich 38,25 Euro bis 60,50 Euro erhoben (Höchstgrenze 80 Euro) und in der Oberstufe bewegen sich die Mittelwerte zwischen 55,27 Euro und 69 Euro (Höchstgrenze 100 Euro).
Heinemann: „Wenn einzelne Schulen mit den Höchstgrenzen angeblich nicht auskommen, obwohl alle anderen sie nicht einmal annähernd ausnutzen, kann es sich nicht um einen Fehler des Systems handeln."
Auch der sonstige Ablauf der Reform funktioniert offenbar deutlich besser, als manche Chaos-Propheten glauben machen wollen. Nach Auskunft des Senats hatten lediglich sechs Schulen die Lernmittellisten nicht vor den Sommerferien fertig gestellt. Heinemann: „Ich habe mich sehr gewundert, dass der Vorsitzende des Verbandes der Hamburger Schulleiter, Klaus Wendtland, am 12. August öffentlich erklärte, seine Schüler würden aufgrund von Softwareproblemen die Bücher zum Teil erst kurz vor den Herbstferien erhalten - und dann gehört ausgerechnet seine Schule zu den sechs Schulen, die vor den Ferien die Lernmittellisten nicht fertig gestellt hatten. Mehr noch: laut Senatsauskunft waren an der Schule Königstraße nicht EDV-Probleme ursächlich, sondern schlicht die Nichteinhaltung des vorgeschriebenen Verfahrens. Manche versuche n offenbar, die Schuld für eigene Versäumnisse anderen in die Schuhe zu schieben."
Heinemann begrüßt, dass die Schulaufsicht in den letzten Wochen überall dort eingegriffen hat, wo Lernmittellisten gegen die Lernmittelverordnung verstießen: „Die Systemumstellung hat deutlich gemacht, dass an vielen Schulen in Hamburg die Lernmittelfreiheit de facto schon lange abgeschafft war. Anders als früher gibt es jetzt für die Eltern klare, sozial ausgerichtete Höchstgrenzen, auf die sie sich berufen können - und eine Schulaufsicht, die die Einhaltung der Regelungen auch kontrolliert."
Die Auskunft des Senats macht überdies deutlich, dass die Entscheidung, alle Schulbücher auch zum Verleihen anzubieten, richtig war. Heinemann: „Eine reine Kauflösung wie im SPD-regierten Rheinland-Pfalz ist vom Verfahren her natürlich einfacher als unsere Variante. Aber sie ist für die Eltern auch teurer. Die Bildungssenatorin hat sich daher zusammen mit der CDU-Fraktion bewusst dazu entschieden , eine Schulbuchausleihe anzubieten - die jetzt von 115.726 Eltern angenommen wurde. Dies zeigt, dass wir das richtige Modell gewählt haben."
6.362 Eltern haben alle Lernbücher gekauft, 4.272 Eltern sowohl Bücher gekauft als auch geliehen. Heinemann: „Diese Relationen zeigen sehr deutlich, dass alle Diskriminierungsvorwürfe der SPD ins Leere gehen. 92 Prozent der Eltern können wohl kaum diskriminiert werden."
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