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Heinemann: „Wir müssen die Konsequenzen aus den SPD-Prognosefehlern ziehen“
In Hamburg gehen derzeit 10.526 Grundschüler weniger zu Schule als vor
zehn Jahren prognostiziert. Dies ergibt sich aus der Antwort des Senats
auf eine Schriftliche Kleine Anfrage des schulpolitischen Sprechers der
CDU-Bürgerschaftsfraktion, Robert Heinemann.
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Bei den Haupt- und Realschulen fehlen 7.211 Schüler, bei den Gesamtschulen 5.738, bei den Gymnasien hingegen nur 1.188.
Die ehemalige SPD-Schulsenatorin Rosemarie Raab hatte 1995 aufgrund der
angenommenen starken Steigerung der Schülerzahlen bis 2004 auf
Schulschließungen verzichtet - anders als ihr Vorgänger Joist Grolle
bei der Schulentwicklungsplanung in den 80er Jahren.
Heinemann: „Leider sind die damals prognostizierten Zahlen nicht
ansatzweise eingetroffen. Wir müssen daher jetzt die Konsequenzen aus
den sozialdemokratischen Prognosefehlern ziehen.“
Die durchschnittlichen Schülerzahlen pro Schule in den einzelnen
Schulformen haben sich in den letzten zehn Jahren sehr unterschiedlich
entwickelt. Während bei den Grund- bzw. Haupt- und Realschulen die
Zahlen mit 228 bzw. 281 Schülern nahezu konstant blieben, hat sich die
durchschnittliche Schülerzahl an den Gymnasien und Gesamtschulen
deutlich erhöht: Von 568 auf 678 bei den Gymnasien und von 660 auf 746
bei den Gesamtschulen.
Die Grundschulen sind auch die einzige Schulform, die in den letzten
zehn Jahren die Zahl der Standorte noch steigern konnte - von 226 auf
232.
Heinemann: „Diese Fakten machen deutlich, weshalb der Schwerpunkt der
Veränderungen bei der Schulentwicklungsplanung bei den Grund-, Haupt-
und Realschulen liegt. Hier wurden die Prognosen am deutlichsten
verfehlt, die einzelnen Schulen wurden daher nicht im erhofften Umfang
gestärkt.“
Ein Blick in den alten Schulentwicklungsplan von 1994 zeigt
exemplarisch, wo der neue Schulentwicklungsplan ansetzt. So waren zum
Beispiel 1994 für die Schule Hasselbrook jeweils zwei Züge für die
Grundschule, die Beobachtungsstufe und die Haupt- und Realschule
prognostiziert worden. Tatsächlich hat die Schule heute aber nur 1,5
Grundschulzüge, einen Zug in der Beobachtungsstufe und 1,75 Züge in der
integrierten Haupt- und Realschule. Die Bildungsbehörde hat daher
vorgeschlagen, sich an diesem Standort auf die Grundschule zu
konzentrieren, die ihrerseits durch die Aufgabe des Grundschulangebotes
in der Griesstraße gestärkt werden soll.
Besonders erfolgreich war in den letzten zehn Jahren die Schulform der
„kooperativen Gesamtschule“, an denen nach einer gemeinsamen
Beobachtungsstufe getrennte Klassen für Hauptschüler, Realschüler und
Gymnasiasten geführt werden und die wie die normalen Gymnasien das
Abitur bereits nach 12 Jahren anbieten. An den inzwischen zwei
Standorten konnte die Schülerzahl fast verdoppelt werden.
Am heutigen Abend findet auf Antrag der CDU-Fraktion um 18.30 Uhr eine
öffentliche Anhörung des Schulausschusses zur Schulentwicklungsplanung
im Hauptgebäude der Universität Hamburg statt.
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23.05.2012
Die Sitzung ist öffentlich. Die Tagesordnung und weitere Informationen finden Sie unter www.hamburgi...
13.06.2012
Die Sitzung ist öffentlich. Die Tagesordnung und weitere Informationen finden Sie unter www.hamburgi...
14.06.2012
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15.08.2012
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16.08.2012
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