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Samstag, 19. Mai 2012
Robert Heinemann, schulpolitischer Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion, begrüßt den heute von der Bildungssenatorin vorgestellten überarbeiteten Entwurf des neuen Schulentwicklungsplans:

„Die Senatorin hat Wort gehalten. Alle Argumente der Eltern, Lehrer und Schüler wurden sorgsam abgewogen. Dort, wo es gute Gründe gegen eine Schulschließung gibt und Alternativen möglich sind, wurde der Schulentwicklungsplan korrigiert."

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Bei der Überprüfung des Schulentwicklungsplans spielten vor allem qualitative sowie regionale und soziale Gründe eine große Rolle. Beispiele dafür sind die Schulen Rellinger Straße, Hermannstal, Fuchsbergredder oder Ehestorfer Weg.

Die CDU-Abgeordneten haben bis Mittwochabend in zahlreichen Gesprächen vor Ort in den Schulen und mit der Senatorin nach alternativen Lösungsmöglichkeiten gesucht. Heinemann: „Ein Beispiel sind die Schulen Altonaer Straße und Arnkielstraße, wo beide Schulen nach einem Runden Tisch vorgeschlagen haben, zu einer Schule zusammengelegt zu werden. So können künftig an beiden Standorten Grund-, Haupt- und Realschüler unterrichtet werden; gleichzeitig werden aber die Nachteile zu kleiner Schulen beseitigt. Ich bin der Senatorin dankbar, dass sie zusammen mit dem Staatsrat und Herrn Rosenboom sowie den weiteren Mitarbeitern der Bildungsbehörde für einen so offenen und konstruktiven Beratungsprozess gesorgt hat.“

Eine Besonderheit des neuen Schulentwicklungsplans ist die geplante Gründung von zwei kooperativen Gesamtschulen. Heinemann: „Kooperative Gesamtschulen verbinden die Vorteile des gegliederten Systems mit den Vorteilen der Gesamtschulen: Auf der einen Seite profilierte Schulzweige, auf der anderen Seite hohe Durchlässigkeit ohne Wechsel der Schule.“
Bisher gibt es nur zwei kooperative Gesamtschulen im Bezirk Nord. Nach einer gemeinsamen Beobachtungsstufe führen sie getrennte Klassen für Hauptschüler, Realschüler und Gymnasiasten. Anders als an der integrierten Gesamtschule führt die kooperative Gesamtschule wie das Gymnasium nach 12 Jahren zum Abitur.
Die beiden bestehenden kooperativen Gesamtschulen (Heinrich-Hertz-Schule und Benzenbergweg) sind bislang sehr erfolgreich; die Schülerzahl hat sich von 1994/95 (1.344) bis heute (2.511) fast verdoppelt.

Heinemann: „Wir wollen durch den Aufbau von zwei weiteren Standorten im Westen und im Osten Hamburgs auch die Möglichkeit eröffnen, den Erfolg dieser Schulform wirklich messen zu können. Gerade Eltern, die nach Klasse 4 noch nicht über die weitere schulische Laufbahn ihres Kindes entscheiden wollen oder können, aber das klare Profil der verschiedenen Angebote des gegliederten Schulsystems schätzen, erhalten hier eine attraktive Alternative.“

Die CDU hält den Schulentwicklungsplan insgesamt für dringend erforderlich. In Hamburg gehen derzeit 10.526 Grundschüler weniger zur Schule als vor zehn Jahren prognostiziert. Bei den Haupt- und Realschulen fehlen 7.211 Schüler, bei den Gesamtschulen 5.738, bei den Gymnasien hingegen nur 1.188.

Heinemann: „Leider sind die damals prognostizierten Zahlen nicht ansatzweise eingetroffen. Wir müssen jetzt die Konsequenzen aus den sozialdemokratischen Prognosefehlern ziehen, wenn wir die zur Verfügung stehenden Mittel möglichst optimal zur Ausbildung der Schülerinnen und Schüler einsetzen wollen.
Der neue Schulentwicklungsplan ist Teil des Zukunftsplans für Hamburgs Schulen, der die Hamburger Schülerinnen und Schüler an die Leistungsspitze bringen soll. Dazu gehören auch zahlreiche weitere Maßnahmen wie die 115 neuen Rahmenpläne, die Verdoppelung der Vertretungsreserve, die Einführung zentraler Prüfungen, die Schaffung neuer Ganztagsschulen oder die Reform der Lehrerausbildung.“

Die CDU dankt allen Eltern, Lehrern und Schülern aber auch den Deputierten und Bezirksabgeordneten, die sich zum Teil mit hohem ehrenamtlichen Engagement in den Schulentwicklungsprozess eingebracht haben.

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