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Auch an Hamburgs Schulen kommt es immer wieder zu kulturellen Konflikten. Eltern lassen ihre Kinder nicht am Schwimmunterricht und an Klassenfahrten teilnehmen oder verweigern ihnen die Teilnahme am Sexualkundeunterricht. Um Lehrer und Schulleitungen in solchen Fällen schnell und kompetent zu unterstützen, hat die Bildungsbehörde nun am Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung eine „Beratungsstelle Interkulturelle Erziehung" eingerichtet.
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Der schulpolitische Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion, Robert Heinemann: "Ich freue mich, dass wir in Gesprächen mit dem Landesinstitut und der Bildungsbehörde erreichen konnten, dass die Schulen in Zeiten immer größer werdenden Herausforderungen künftig noch schneller und besser unterstützt werden." Anfragen per Mail etwa zu Rechtsfragen oder zu interkulturellen Moderatoren sollen künftig binnen eines Tages beantwortet werden.
Die Bürgerschaft hatte im November 2005 einstimmig einen entsprechenden Antrag der CDU angenommen.
Hintergrund waren zwei Urteile des OVG Hamburg. Dieses hatte mit zwei Urteilen zum Sexualkundeunterricht sowie zum Schwimmunterricht in der Grundschule in zwei konkreten Fällen dem staatlichen Erziehungsauftrag Vorrang gegenüber dem unter dem spezifischen Gesichtspunkt ihrer Religionsfreiheit verstandenen Erziehungsrecht der Eltern gegeben und den Beitrag schulischer Erziehung zur Integration und zur Verhinderung der Entstehung von religiös oder weltanschaulich motivierten „Parallelgesellschaften" betont.
Heinemann: „Diese beiden richtungweisenden Urteile können die konkreten täglichen Problemsituationen in Hamburgs Schulen aber nur bedingt entschärfen. Verweigern sich Eltern aus religiösen Gründen schulischen Angeboten oder Inhalten, stehen die verantwortlichen Lehrer weiterhin vor einem nur schwer zu lösenden Konfliktfall. Sofern in der Schule nicht bereits entsprechendes Erfahrungswissen vorliegt, müssen die Lehrer daher mit Rat und Tat unterstützt werden. Dies wird durch die neue Beratungsstelle sichergestellt."
Die Beratungsstelle soll zu diesem Zweck u. a. Erfahrungen zentral sammeln, Gerichtsurteile auswerten, Handreichungen herausgeben und Kontakte zu Religionsgruppen sowie potentiellen Vermittlern zwischen Schulen und Eltern aufbauen.
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23.05.2012
Die Sitzung ist öffentlich. Die Tagesordnung und weitere Informationen finden Sie unter www.hamburgi...
13.06.2012
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